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Hausratversicherung Kosten 2026: Was zahlt man wirklich?

Was kostet eine Hausratversicherung — und wovon hängt der Beitrag ab? Wohnfläche, Wohnort, Selbstbeteiligung und Bausteine im Überblick, plus konkrete Spartipps, ohne sich im Schadenfall zu schaden. Neutral erklärt.

· 4 Min Lesezeit · Volodymyr Snihovyi
Hausratversicherung Kosten 2026: modernes Titelbild mit Haus, Wohnräumen, Schutzschild, Taschenrechner und Münzen zur Erklärung der Beiträge.

Die Hausratversicherung gehört zu den günstigsten Versicherungen im Verhältnis zu ihrem Nutzen — sie ersetzt im Ernstfall Ihr gesamtes Hab und Gut. Doch wovon hängt der Beitrag ab, und wo lässt sich sparen, ohne im Schadenfall draufzuzahlen? Dieser Ratgeber erklärt die Kosten neutral. Was genau versichert ist und wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, lesen Sie ergänzend in unserem Ratgeber Hausratversicherung: Was ist versichert?.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Einen festen Preis gibt es nicht — der Beitrag wird individuell berechnet. Als grobe Orientierung zahlen viele Haushalte rund 60 bis 120 Euro im Jahr für einen guten Schutz; je nach Wohnort, Wohnfläche und Zusatzleistungen liegt die Spanne etwa zwischen 50 und 250 Euro im Jahr. Hinzu kommt die gesetzliche Versicherungssteuer, die in den ausgewiesenen Beiträgen meist bereits enthalten ist. Je nach Tarifbestandteilen kann der Steuersatz unterschiedlich ausfallen.

Wovon hängt der Beitrag ab?

  • Wohnfläche und Versicherungssumme — der wichtigste Faktor. Die Summe orientiert sich meist an der Quadratmeterzahl (üblich sind rund 650 Euro pro m²). Je größer die Wohnung und je höher die Summe, desto höher der Beitrag.
  • Wohnort (Postleitzahl / Tarifzone) — Versicherer teilen Regionen nach Risiko ein (Einbruch, Unwetter). In Gebieten mit hoher Einbruch- oder Überschwemmungsgefahr ist der Beitrag höher.
  • Selbstbeteiligung — wer einen Teil des Schadens selbst trägt (z. B. 150 oder 250 Euro), zahlt weniger Beitrag.
  • Zusatzbausteine — Elementarschäden, Fahrraddiebstahl, Glasbruch oder der Einschluss grober Fahrlässigkeit erhöhen den Beitrag.
  • Zahlweise und Laufzeit — jährliche Zahlung ist meist günstiger als monatliche; längere Vertragslaufzeiten bringen oft einen kleinen Rabatt.

Wie wird der Beitrag berechnet?

Vereinfacht: Der Versicherer ermittelt zunächst die Versicherungssumme (meist Wohnfläche × rund 650 Euro). Auf diese Summe wird ein Beitragssatz angewendet, der von Ihrer Tarifzone und den gewählten Leistungen abhängt. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, Zusatzbausteine erhöhen ihn. Am Ende kommt die Versicherungssteuer hinzu. Deshalb kann derselbe Hausrat in einer Großstadt mit hoher Einbruchquote spürbar mehr kosten als auf dem Land.

So senken Sie die Kosten — ohne sich zu schaden

  • Versicherungssumme realistisch ansetzen — nicht zu hoch (Sie zahlen sonst zu viel), aber auch nicht zu niedrig (sonst droht Unterversicherung).
  • Selbstbeteiligung wählen — eine moderate Selbstbeteiligung senkt den Beitrag spürbar, wenn Sie selten kleine Schäden melden.
  • Jährlich statt monatlich zahlen — spart oft mehrere Prozent.
  • Längere Laufzeit — ein Dreijahresvertrag bringt häufig einen kleinen Beitragsnachlass.
  • Sicherheitstechnik — einbruchhemmende Türen oder eine Alarmanlage können den Beitrag senken.
  • Tarife vergleichen — die Preisunterschiede zwischen Anbietern sind bei gleichem Schutz teils erheblich.

Vorsicht: nicht am falschen Ende sparen

Der billigste Tarif ist nicht automatisch der beste. Sparen Sie nicht an den Punkten, die im Schadenfall zählen:

  • Unterversicherung vermeiden — ist die Summe zu niedrig, ersetzt der Versicherer im Schadenfall nur anteilig. Mit der 650-Euro-Pauschale und einem Unterversicherungsverzicht reduzieren Sie das Risiko einer Unterversicherung deutlich. Prüfen Sie trotzdem, ob Ihr tatsächlicher Hausrat — insbesondere Wertsachen, Technik oder Fahrräder — ausreichend abgedeckt ist.
  • Elementarschutz nicht vorschnell streichen — Schäden durch Starkregen, Überschwemmung oder Rückstau sind in der normalen Hausratversicherung meist nicht automatisch enthalten. In vielen Regionen ist dieser Baustein deshalb wichtiger geworden.
  • Grobe Fahrlässigkeit — gute Tarife zahlen auch dann, wenn Sie den Schaden grob fahrlässig verursacht haben.

Details zur richtigen Versicherungssumme und zum Unterversicherungsverzicht finden Sie in unserem Ratgeber Hausratversicherung: Was ist versichert?.

Wie finde ich den passenden Tarif?

Welcher Schutz und welche Bausteine zu Ihrer Wohnsituation passen, hängt von Wohnung, Lage und Wert Ihres Hausrats ab. Einen schnellen, neutralen Überblick gibt Ihnen unser kostenloser Versicherungs-Check in unter einer Minute. Für eine persönliche Einschätzung lohnt sich das Gespräch mit einem passenden Versicherungsexperten — auf Versipedia finden Sie Experten in Ihrer Region und können sie nach Spezialisierung und Bewertungen vergleichen.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Finanztip — Hausratversicherung Kosten: finanztip.de
  • Verbraucherzentrale — Hausratversicherung: verbraucherzentrale.de
  • Stiftung Warentest — Hausratversicherung im Vergleich: test.de
  • GDV — Hausratversicherung & Unterversicherung: gdv.de
Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Beträge sind grobe Anhaltspunkte; Ihr tatsächlicher Beitrag wird individuell berechnet und kann abweichen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Hausratversicherung im Jahr?
Einen festen Preis gibt es nicht. Als grobe Orientierung zahlen viele Haushalte rund 60 bis 120 Euro im Jahr für einen guten Schutz; je nach Wohnort, Wohnfläche und Zusatzleistungen liegt die Spanne etwa zwischen 50 und 250 Euro. Die Versicherungssteuer ist dabei meist schon im ausgewiesenen Beitrag enthalten; je nach Tarifbestandteilen kann der Steuersatz unterschiedlich ausfallen.
Wovon hängt der Beitrag der Hausratversicherung ab?
Vor allem von der Wohnfläche und der daraus abgeleiteten Versicherungssumme, vom Wohnort (Tarifzone nach Einbruch- und Unwetterrisiko), von der Selbstbeteiligung sowie von Zusatzbausteinen wie Elementar, Fahrrad oder Glas. Auch Zahlweise und Vertragslaufzeit wirken sich aus.
Wie wird die Versicherungssumme berechnet?
Üblich ist eine Pauschale von rund 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei 80 m² ergibt das etwa 52.000 Euro. Diese Pauschale ist wichtig, weil viele Versicherer dann auf Abzüge wegen Unterversicherung verzichten (Unterversicherungsverzicht).
Wie kann ich bei der Hausratversicherung sparen?
Durch eine realistische Versicherungssumme, eine moderate Selbstbeteiligung, jährliche statt monatliche Zahlung, eine längere Laufzeit, einbruchhemmende Sicherheitstechnik und einen Tarifvergleich. Sparen Sie aber nicht an wichtigem Schutz wie dem Elementarbaustein in Risikolagen.
Senkt eine Selbstbeteiligung den Beitrag?
Ja. Wer einen Teil des Schadens selbst trägt (etwa 150 oder 250 Euro), zahlt einen niedrigeren Beitrag. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie kleine Schäden ohnehin selbst regulieren würden.
Sollte ich am Elementarschutz sparen?
Eher nicht. Elementarschäden durch Starkregen, Überschwemmung oder Erdrutsch sind in der Grunddeckung meist nicht enthalten. Angesichts häufigerer Unwetter ist der Baustein gerade in Risikolagen eine wichtige Ergänzung, auch wenn er den Beitrag erhöht.

Veröffentlicht am 19. Juni 2026

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