Versicherungslexikon

Private Rentenversicherung

Auch: private Rente, Rentenversicherung, private Altersvorsorge

Von Volodymyr Snihovyi Zuletzt aktualisiert: 2 Min Lesezeit

Kurz erklärt

Die private Rentenversicherung dient dem Aufbau einer zusätzlichen Altersrente. Sie zahlt im Alter eine lebenslange Rente oder eine Kapitalsumme aus und ergänzt die gesetzliche Rente, um Versorgungslücken zu schließen.

Auf einen Blick

Zweck
Zusätzliche Altersrente, Versorgungslücke schließen
Auszahlung
Lebenslange Rente oder Kapital
Förderwege
Ungefördert, Riester, Rürup
Vorteil Rente
Schutz vor dem Langlebigkeitsrisiko
Wichtig
Früh beginnen, Kosten vergleichen

Mit einer privaten Rentenversicherung bauen Sie planmäßig eine zusätzliche Altersvorsorge auf. Da die gesetzliche Rente häufig nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten, schließt die private Rente diese Versorgungslücke. Sie zahlen über die Jahre Beiträge ein; zum Rentenbeginn können Sie meist zwischen einer lebenslangen Rente und einer einmaligen Kapitalauszahlung wählen.

Wie funktioniert die private Rentenversicherung?

In der Ansparphase zahlen Sie regelmäßig (oder einmalig) Beiträge ein, die der Versicherer anlegt. In der Auszahlungsphase erhalten Sie daraus eine Rente oder Kapital. Die lebenslange Rente hat einen besonderen Vorteil: Sie sichert gegen das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ab — also gegen die Gefahr, das eigene Ersparte zu „überleben". Die Kapitalauszahlung bietet dagegen mehr Flexibilität.

Geförderte und ungeförderte Wege

FormMerkmal
Ungeförderte private RenteFlexibel, ohne spezielle Förderung
Riester-RenteStaatlich gefördert, eigene Regeln und Voraussetzungen
Basis-/Rürup-RenteSteuerlich gefördert, vor allem für Selbstständige interessant

Welche Form passt, hängt von Einkommen, Familienstand, Beruf und Anlagehorizont ab. Die geförderten Varianten haben jeweils eigene steuerliche Regeln und Einschränkungen.

Worauf Sie achten sollten

  • Früh beginnen: Je länger die Ansparphase, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
  • Kosten vergleichen: Achten Sie auf die Abschluss- und Verwaltungskosten des Vertrags.
  • Flexibilität prüfen: Zuzahlungen, Beitragspausen und das Kapitalwahlrecht können wichtig sein.
  • Förderung passend wählen: Riester, Rürup oder ungefördert — je nach Situation.
  • Gesamtvorsorge betrachten: Die private Rente ergänzt gesetzliche Rente und bAV.

So gehen Sie vor

  1. Schätzen Sie Ihre Versorgungslücke im Alter ab.
  2. Prüfen Sie, welche Förderform zu Ihrer Situation passt.
  3. Vergleichen Sie Tarife nach Kosten und Flexibilität.
  4. Entscheiden Sie zwischen Renten- und Kapitaloption — oft erst zum Rentenbeginn.
  5. Holen Sie bei komplexen Fragen eine unabhängige Beratung ein.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Die private Rentenversicherung dient dem Vermögensaufbau fürs Alter und ergänzt die betriebliche Altersvorsorge sowie die gesetzliche Rente. Anders als die Risikolebensversicherung, die nur den Todesfall absichert, steht hier die eigene Versorgung im Ruhestand im Mittelpunkt. Wie bei jeder Vorsorge bestimmen die eingezahlten Beiträge und die Laufzeit das spätere Ergebnis.

Beispiel

Eine Angestellte möchte ihre Versorgungslücke im Alter schließen und schließt früh eine private Rentenversicherung ab. Über die lange Ansparphase wächst ihr Kapital. Zum Rentenbeginn entscheidet sie sich für die lebenslange Rente, weil diese sie gegen das Risiko absichert, ihr Erspartes zu überleben. Hätte sie mehr Flexibilität gewollt, hätte sie das Kapitalwahlrecht nutzen können.

Häufige Fragen

Private Rentenversicherung — Ihre Fragen

Rente oder Kapitalauszahlung — was ist besser?
Eine lebenslange Rente sichert gegen das Risiko ab, das eigene Vermögen zu überleben; eine Kapitalauszahlung bietet mehr Flexibilität. Welche Option sinnvoll ist, hängt von Lebenserwartung, weiteren Einkünften und Zielen ab.
Welche Förderwege gibt es bei der privaten Rente?
Neben der ungeförderten privaten Rente gibt es geförderte Varianten wie die Riester- und die Basis-/Rürup-Rente mit jeweils eigenen steuerlichen Regeln. Welche Form passt, hängt von Einkommen, Beruf und Familienstand ab.
Ab wann sollte ich eine private Rentenversicherung abschließen?
Grundsätzlich gilt: je früher, desto besser. Eine lange Ansparphase verstärkt den Zinseszinseffekt und führt bei gleichem Beitrag zu einer höheren späteren Leistung.
Worin unterscheidet sich die private von der gesetzlichen Rente?
Die gesetzliche Rente beruht auf dem Umlageverfahren und Ihren Pflichtbeiträgen, die private Rentenversicherung auf einem individuellen Sparvertrag. Sie ergänzt die gesetzliche Rente, um Versorgungslücken zu schließen.
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Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar. Konkrete Bedingungen ergeben sich aus Ihrem Versicherungsvertrag und den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

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