Allgefahrendeckung
Auch: Allrisk, All-Risk-Deckung, Allgefahrenversicherung
Kurz erklärt
Die Allgefahrendeckung (Allrisk) versichert grundsätzlich alle Gefahren, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Sie bietet damit einen besonders breiten Schutz — im Gegensatz zur klassischen Deckung, die nur die ausdrücklich genannten Gefahren absichert.
Auf einen Blick
- Auch genannt
- Allrisk, All-Risk-Deckung
- Prinzip
- Alles versichert außer Ausgeschlossenes
- Schutz
- Besonders breit
- Entscheidend
- Die Ausschlussliste
- Beitrag
- Tendenziell höher
Die Allgefahrendeckung — auch Allrisk oder All-Risk-Deckung — kehrt das übliche Prinzip der Versicherung um: Statt einzelne versicherte Gefahren aufzuzählen, sind grundsätzlich alle Gefahren versichert, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Das macht sie zu einem besonders umfassenden Schutz. Wichtig wird dadurch das Kleingedruckte: Nicht der Katalog der versicherten Gefahren entscheidet, sondern die Liste der Ausschlüsse.
Allgefahren- oder klassische Deckung?
| Merkmal | Allgefahrendeckung (Allrisk) | Klassische Deckung |
|---|---|---|
| Prinzip | Alles versichert, außer ausgeschlossen | Nur benannte Gefahren versichert |
| Schutzumfang | Sehr breit | Begrenzt auf genannte Gefahren |
| Entscheidend | Die Ausschlussliste | Der Gefahrenkatalog |
| Beitrag | Tendenziell höher | Tendenziell niedriger |
Wo die Allgefahrendeckung vorkommt
Allrisk-Konzepte finden sich vor allem bei höherwertigen oder gewerblichen Risiken — etwa in der Elektronik-, Maschinen-, Schmuck- oder bestimmten Hausrat- und Gebäudeversicherungen. Auch für wertvolle Einzelstücke gibt es Allgefahren-Lösungen. Der breite Schutz hat seinen Preis: Der Beitrag liegt in der Regel höher als bei einer klassischen Deckung, dafür sind auch unvorhergesehene Schadenereignisse abgedeckt.
Worauf Sie achten sollten
- Ausschlüsse genau lesen: Bei Allrisk entscheidet die Ausschlussliste über den Schutz.
- Beitrag abwägen: Der breitere Schutz kostet meist mehr.
- Bedarf prüfen: Für hochwertige oder besondere Risiken kann Allrisk sinnvoll sein.
- Selbstbeteiligung beachten: Oft ist ein Selbstbehalt vereinbart.
So gehen Sie vor
- Prüfen Sie, ob ein breiter Allgefahrenschutz Ihrem Bedarf entspricht.
- Lesen Sie die Ausschlussliste besonders sorgfältig.
- Vergleichen Sie Beitrag und Leistungsumfang mit einer klassischen Deckung.
- Achten Sie auf Selbstbeteiligung und Höchstgrenzen.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Bei der Allgefahrendeckung entscheidet der Leistungsausschluss über den Schutz, da alles Nicht-Ausgeschlossene versichert ist. Sie steht im Gegensatz zur benannten Gefahrendeckung. Wie viel der Versicherer zahlt, richtet sich nach der Deckungssumme und einer etwaigen Selbstbeteiligung.
Beispiel
Für eine wertvolle Fotoausrüstung wählt ein Fotograf eine Elektronikversicherung mit Allgefahrendeckung. Anders als bei einer klassischen Police, die nur bestimmte Gefahren abdeckt, sind hier grundsätzlich alle Schadenereignisse versichert, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind — auch ein unglücklicher Sturz der Kamera. Den höheren Beitrag akzeptiert er für den umfassenden Schutz seines teuren Arbeitsgeräts.
Allgefahrendeckung — Ihre Fragen
Was ist eine Allgefahrendeckung?
Was ist der Unterschied zur klassischen Deckung?
Wann lohnt sich eine Allgefahrendeckung?
Worauf muss ich bei Allrisk besonders achten?
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