Versicherungslexikon

Dread-Disease-Versicherung

Auch: Dread Disease, Schwere-Krankheiten-Versicherung

Von Volodymyr Snihovyi Zuletzt aktualisiert: 2 Min Lesezeit

Kurz erklärt

Die Dread-Disease-Versicherung (Schwere-Krankheiten-Versicherung) zahlt eine vereinbarte Einmalsumme, wenn eine im Vertrag definierte schwere Erkrankung diagnostiziert wird — etwa Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Auszahlung ist unabhängig davon, ob eine Berufsunfähigkeit eintritt.

Auf einen Blick

Deutsch
Schwere-Krankheiten-Versicherung
Leistung
Einmalsumme bei definierter Diagnose
Typische Diagnosen
Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall
Unabhängig von
Eintritt einer Berufsunfähigkeit
Rolle
Ergänzung, selten Ersatz für die BU

Die Dread-Disease-Versicherung — auf Deutsch Schwere-Krankheiten-Versicherung — zahlt eine vorab vereinbarte Einmalsumme, sobald eine im Vertrag genau definierte schwere Erkrankung diagnostiziert wird. Typische versicherte Diagnosen sind etwa Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Entscheidend ist: Die Leistung wird allein wegen der Diagnose fällig — unabhängig davon, ob die betroffene Person dadurch berufsunfähig wird oder nicht. Das Geld steht zur freien Verfügung, etwa für Behandlung, Umbauten oder den Ausgleich von Einkommensverlusten.

Wie funktioniert die Dread-Disease-Versicherung?

Im Vertrag ist abschließend festgelegt, welche Erkrankungen in welcher Ausprägung versichert sind. Wird eine dieser Diagnosen gestellt und sind die Bedingungen erfüllt, zahlt der Versicherer die vereinbarte Summe in einem Betrag aus. Der genaue Leistungskatalog unterscheidet sich von Tarif zu Tarif erheblich — die Definition der versicherten Krankheiten ist deshalb das wichtigste Vergleichskriterium.

Dread Disease oder Berufsunfähigkeit?

MerkmalDread-Disease-VersicherungBerufsunfähigkeitsversicherung
AuslöserDefinierte schwere DiagnoseBerufsunfähigkeit (Grad)
LeistungEinmalsummeMonatliche Rente
Unabhängig vom Beruf?JaNein (Bezug zum Beruf)

Die Dread-Disease-Versicherung kann eine Ergänzung sein, ersetzt aber in der Regel keine Berufsunfähigkeitsversicherung, da sie nur bei den definierten Diagnosen leistet.

Für wen sie infrage kommt

  • Personen, die keine BU bekommen: etwa wegen Vorerkrankungen oder Beruf — als Teilabsicherung.
  • Ergänzung zur BU: zusätzliche Liquidität bei schwerer Diagnose.
  • Absicherung konkreter Risiken: wenn bestimmte Erkrankungen besonders abgesichert werden sollen.

Worauf Sie achten sollten

  • Leistungskatalog vergleichen: Welche Krankheiten in welcher Ausprägung versichert sind, ist entscheidend.
  • Definitionen prüfen: Die genaue Definition jeder Diagnose bestimmt, wann gezahlt wird.
  • Gesundheitsprüfung beachten: Vorerkrankungen beeinflussen Annahme und Beitrag.
  • Als Ergänzung verstehen: Sie ist meist kein vollwertiger Ersatz für die BU.

So gehen Sie vor

  1. Klären Sie, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie möglich ist.
  2. Prüfen Sie die Dread-Disease-Versicherung als Ergänzung oder Alternative.
  3. Vergleichen Sie die Leistungskataloge und Krankheitsdefinitionen genau.
  4. Beantworten Sie die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung, die an die Berufsunfähigkeit anknüpft, zahlt die Dread-Disease-Versicherung bei einer definierten Diagnose. Wie bei anderen Personenversicherungen spielt die Gesundheitsprüfung für Annahme und Beitrag eine wichtige Rolle. Sie kann eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt eine BU aber meist nicht vollständig.

Beispiel

Ein Selbstständiger erhält wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung zu akzeptablen Konditionen. Als Teilabsicherung schließt er eine Dread-Disease-Versicherung ab. Als später eine der im Vertrag definierten schweren Erkrankungen diagnostiziert wird, zahlt der Versicherer die vereinbarte Einmalsumme aus — unabhängig davon, ob er weiterarbeiten kann. Mit dem Geld deckt er Behandlungskosten und überbrückt Einkommensausfälle.

Häufige Fragen

Dread-Disease-Versicherung — Ihre Fragen

Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?
Sie zahlt eine vereinbarte Einmalsumme, sobald eine im Vertrag definierte schwere Erkrankung wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall diagnostiziert wird. Die Leistung erfolgt allein aufgrund der Diagnose, unabhängig von einer Berufsunfähigkeit.
Ersetzt die Dread-Disease-Versicherung eine BU?
In der Regel nicht. Sie leistet nur bei den im Vertrag definierten Diagnosen, während die Berufsunfähigkeitsversicherung bei dauerhafter Berufsunfähigkeit unabhängig von der Ursache zahlt. Dread Disease ist meist eine Ergänzung oder eine Teilabsicherung, wenn keine BU möglich ist.
Welche Krankheiten sind versichert?
Das legt der jeweilige Tarif abschließend fest — häufig Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall, oft weitere. Da sich Leistungskatalog und Definitionen stark unterscheiden, ist der genaue Vergleich entscheidend.
Wofür kann ich die Auszahlung verwenden?
Die Einmalsumme steht zur freien Verfügung — etwa für Behandlungs- und Therapiekosten, einen behindertengerechten Umbau oder den Ausgleich von Einkommensverlusten während der Erkrankung.
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Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar. Konkrete Bedingungen ergeben sich aus Ihrem Versicherungsvertrag und den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

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