Versicherungslexikon

Hinterbliebenenrente

Auch: Witwenrente, Witwerrente, Waisenrente

Von Volodymyr Snihovyi Zuletzt aktualisiert: 2 Min Lesezeit

Kurz erklärt

Die Hinterbliebenenrente ist eine Leistung, die nach dem Tod einer versicherten Person an deren Angehörige gezahlt wird — etwa als Witwen-, Witwer- oder Waisenrente. Sie kann aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder aus privaten Verträgen stammen.

Auf einen Blick

Was es ist
Rente an Angehörige nach dem Tod
Formen
Witwen-, Witwer-, Waisenrente
Quellen
Gesetzliche Rente und private Verträge
Gesetzliche Höhe
Deckt oft nur einen Teil ab
Ergänzung
Private Vorsorge häufig sinnvoll

Die Hinterbliebenenrente ist eine Rente, die nach dem Tod einer versicherten Person an deren Angehörige gezahlt wird. Sie soll den finanziellen Verlust abfedern, der entsteht, wenn das Einkommen oder die Versorgung der verstorbenen Person wegfällt. Hinterbliebenenrenten gibt es sowohl in der gesetzlichen Rentenversicherung als auch in privaten Renten- und Lebensversicherungen — die Höhe und die Voraussetzungen unterscheiden sich dabei deutlich.

Welche Formen der Hinterbliebenenrente gibt es?

  • Witwen- und Witwerrente: für den überlebenden Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner,
  • Waisenrente: für Kinder der verstorbenen Person, in der Regel bis zu einer Altersgrenze,
  • Private Hinterbliebenenrente: aus Renten- oder Lebensversicherungen mit entsprechender Vereinbarung.

Gesetzliche und private Hinterbliebenenrente

MerkmalGesetzliche RentePrivate Vorsorge
GrundlageGesetzliche RentenversicherungVertragliche Vereinbarung
VoraussetzungenGesetzlich geregeltLaut Vertrag
HöheOft begrenztFrei vereinbar

Da die gesetzliche Hinterbliebenenrente häufig nicht ausreicht, ergänzen viele Menschen sie durch private Vorsorge.

Warum eine zusätzliche Absicherung wichtig sein kann

Die gesetzliche Hinterbliebenenrente deckt meist nur einen Teil des wegfallenden Einkommens ab und ist an Bedingungen geknüpft. Gerade Familien mit nur einem Hauptverdiener oder mit laufenden Verpflichtungen wie einem Immobilienkredit sollten prüfen, ob eine zusätzliche private Absicherung — etwa über eine Risikolebensversicherung oder eine vereinbarte Hinterbliebenenrente — sinnvoll ist.

Worauf Sie achten sollten

  • Versorgungslücke ermitteln: Prüfen Sie, was beim Tod des Hauptverdieners fehlt.
  • Gesetzliche Leistung einordnen: Sie deckt oft nur einen Teil ab.
  • Private Ergänzung prüfen: Risikolebensversicherung oder vereinbarte Rente.
  • Bezugsrecht klären: Legen Sie bei privaten Verträgen die Begünstigten fest.

So gehen Sie vor

  1. Schätzen Sie die Versorgungslücke Ihrer Angehörigen im Todesfall ab.
  2. Klären Sie, welche gesetzlichen Hinterbliebenenleistungen bestehen.
  3. Prüfen Sie eine ergänzende private Absicherung.
  4. Legen Sie Begünstigte und Bezugsrechte eindeutig fest.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Die private Hinterbliebenenrente kann über die Rentenversicherung oder ergänzend zur Risikolebensversicherung vereinbart werden. Mit der Rentengarantiezeit hängt sie insofern zusammen, als auch diese die Fortzahlung einer Rente an Hinterbliebene sichern kann. Während die Risikolebensversicherung eine Einmalsumme zahlt, leistet die Hinterbliebenenrente fortlaufend.

Beispiel

Nach dem Tod des Hauptverdieners einer Familie fällt dessen Einkommen weg. Die gesetzliche Witwenrente deckt nur einen Teil des bisherigen Lebensstandards. Weil die Familie zusätzlich eine Risikolebensversicherung und eine vereinbarte private Hinterbliebenenrente abgeschlossen hatte, bleibt die Versorgung der Angehörigen dennoch gesichert — die laufenden Kosten und der Immobilienkredit können weiter getragen werden.

Häufige Fragen

Hinterbliebenenrente — Ihre Fragen

Was ist eine Hinterbliebenenrente?
Sie ist eine Leistung, die nach dem Tod einer versicherten Person an deren Angehörige gezahlt wird — etwa als Witwen-, Witwer- oder Waisenrente. Sie kann aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder aus privaten Verträgen stammen.
Reicht die gesetzliche Hinterbliebenenrente aus?
Häufig nicht. Sie deckt meist nur einen Teil des wegfallenden Einkommens ab und ist an Voraussetzungen geknüpft. Eine ergänzende private Absicherung ist daher oft sinnvoll, besonders bei Familien mit einem Hauptverdiener.
Welche Formen der Hinterbliebenenrente gibt es?
Typisch sind die Witwen- und Witwerrente für den überlebenden Partner und die Waisenrente für Kinder. Hinzu kommen private Hinterbliebenenrenten aus Renten- oder Lebensversicherungen mit entsprechender Vereinbarung.
Wie kann ich meine Angehörigen zusätzlich absichern?
Über eine Risikolebensversicherung mit ausreichender Summe oder eine vereinbarte private Hinterbliebenenrente. Ermitteln Sie zunächst die Versorgungslücke und legen Sie die Begünstigten eindeutig fest.
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Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar. Konkrete Bedingungen ergeben sich aus Ihrem Versicherungsvertrag und den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

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