Versicherungslexikon

Karenzzeit

Auch: Karenz, Leistungsausschlusszeit

Von Volodymyr Snihovyi Zuletzt aktualisiert:

Kurz erklärt

Die Karenzzeit ist ein vereinbarter Zeitraum nach Eintritt eines Versicherungsfalls, in dem noch keine Leistung gezahlt wird. Sie kommt vor allem bei Krankentagegeld- und einigen Berufsunfähigkeitsversicherungen vor und senkt den Beitrag.

Die Karenzzeit bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Eintritt des Leistungsfalls und dem Beginn der Zahlung. Erst nach Ablauf dieser Frist erbringt der Versicherer seine Leistung.

Wo Karenzzeiten vorkommen

Besonders verbreitet sind sie bei der Krankentagegeldversicherung: Hier beginnt das Tagegeld z. B. erst nach einer bestimmten Anzahl von Krankheitstagen, weil zuvor häufig die Lohnfortzahlung greift. Auch manche Berufsunfähigkeits- oder Pflegetagegeldtarife kennen Karenzzeiten.

Abgrenzung zur Wartezeit

Die Karenzzeit ist nicht dasselbe wie die Wartezeit: Die Wartezeit liegt am Vertragsbeginn, bevor überhaupt Leistungen möglich sind. Die Karenzzeit beginnt erst mit dem konkreten Leistungsfall.

Häufige Fragen

Karenzzeit — Ihre Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Karenzzeit und Wartezeit?
Die Wartezeit läuft direkt nach Vertragsbeginn und muss verstreichen, bevor überhaupt ein Anspruch entstehen kann. Die Karenzzeit beginnt dagegen erst mit dem Eintritt eines konkreten Leistungsfalls und verschiebt nur den Zahlungsbeginn.
Senkt eine längere Karenzzeit den Beitrag?
In der Regel ja: Je länger die Karenzzeit, desto später zahlt der Versicherer und desto niedriger ist meist der Beitrag. Voraussetzung ist, dass Sie den leistungsfreien Zeitraum finanziell überbrücken können.
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Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar. Konkrete Bedingungen ergeben sich aus Ihrem Versicherungsvertrag und den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

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