Riester-Rente
Auch: Riester, Riester-Vertrag
Kurz erklärt
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Der Staat unterstützt sie über Zulagen und mögliche Steuervorteile. Sie richtet sich vor allem an sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Familien mit Kindern.
Auf einen Blick
- Art
- Staatlich geförderte private Altersvorsorge
- Förderung
- Grund- & Kinderzulage, ggf. Steuervorteil
- Zielgruppe
- Arbeitnehmer, Familien mit Kindern
- Auszahlung
- Lebenslange Rente
- Voraussetzung
- Mindesteigenbeitrag für volle Zulage
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Ihr Kern ist die Förderung: Der Staat unterstützt das Ansparen über Zulagen und gegebenenfalls zusätzliche Steuervorteile. Im Gegenzug ist die Riester-Rente an bestimmte Regeln gebunden — etwa daran, dass das angesparte Kapital im Alter als lebenslange Rente ausgezahlt wird. Sie soll helfen, die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und Versorgungsbedarf zu schließen.
Wie funktioniert die staatliche Förderung?
Die Förderung besteht aus zwei Bausteinen: einer Grundzulage für die sparende Person und einer Kinderzulage für jedes förderfähige Kind. Zusätzlich kann sich über den Sonderausgabenabzug ein Steuervorteil ergeben; das Finanzamt prüft automatisch, ob Zulagen oder Steuervorteil günstiger sind (Günstigerprüfung). Um die volle Förderung zu erhalten, muss ein bestimmter Mindesteigenbeitrag eingezahlt werden.
Für wen sich die Riester-Rente eignet
- Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer: der klassische förderberechtigte Personenkreis,
- Familien mit Kindern: profitieren besonders von den Kinderzulagen,
- Personen mit geringerem Einkommen: für sie wiegt die Zulagenförderung relativ stark.
Ob sich Riester im Einzelfall lohnt, hängt von Einkommen, Kinderzahl, Laufzeit und den Vertragskosten ab.
Riester oder Rürup?
| Merkmal | Riester-Rente | Rürup-Rente |
|---|---|---|
| Förderung | Zulagen + ggf. Steuervorteil | Vor allem Steuervorteil |
| Zielgruppe | Arbeitnehmer, Familien | Vor allem Selbstständige |
| Auszahlung | Lebenslange Rente | Lebenslange Rente |
Worauf Sie achten sollten
- Mindesteigenbeitrag: Nur damit erhalten Sie die volle Zulage.
- Zulagen beantragen: Achten Sie auf den (oft automatischen) Dauerzulagenantrag.
- Kosten vergleichen: Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten schmälern die Rendite.
- Nachgelagerte Besteuerung: Die spätere Rente wird versteuert.
So gehen Sie vor
- Prüfen Sie, ob Sie zum förderberechtigten Personenkreis gehören.
- Berechnen Sie Zulagen und möglichen Steuervorteil für Ihre Situation.
- Vergleichen Sie Verträge nach Kosten und Flexibilität.
- Zahlen Sie den Mindesteigenbeitrag und sichern Sie die Zulagen.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Die Riester-Rente ist ein geförderter Weg der privaten Rentenversicherung. Anders als die Rürup-Rente, die vor allem auf Steuervorteile für Selbstständige setzt, lebt Riester von Zulagen für Arbeitnehmer und Familien. Wie bei der betrieblichen Altersvorsorge gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung in der Auszahlungsphase.
Beispiel
Eine angestellte Mutter von zwei Kindern schließt einen Riester-Vertrag ab. Durch die Grundzulage für sich und die Kinderzulagen für ihre Kinder fließt ein erheblicher Teil der Sparleistung als staatliche Förderung in den Vertrag. Sie zahlt den nötigen Mindesteigenbeitrag, um die volle Zulage zu erhalten. Im Alter erhält sie daraus eine lebenslange Rente, die ihre gesetzliche Rente ergänzt.
Riester-Rente — Ihre Fragen
Für wen lohnt sich die Riester-Rente?
Wie funktioniert die Förderung bei Riester?
Wird die Riester-Rente besteuert?
Was ist der Unterschied zur Rürup-Rente?
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